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Werner Anders 9 Kelson AveN' Grimsby ON L3M 4C6 Kanada An alle die es interessiert: Warum wird Einzigartigkeit in unserer Gesellschaft missbilligt? Sagen wir, es gibt etwas, das noch nie gemacht wurde. Bedeutet das, dass ich nicht der Erste sein darf? Ich möchte eine Geschichte erzählen, die verdeutlichen soll, wie lohnend es sein kann, den Mut zu Einzigartigkeit zu haben. Im Jahre 2000 kaufte ich mir für die Hochzeit meines Sohnes ein Paar schwarze Stiefel. In dem Geschäft lief zu jener Zeit eine Werbekampagne, und man konnte ein zweites Paar zum halben Preis bekommen. Ich wollte mich ein bisschen verwöhnen, und nahm noch ein Paar graue Stiefel dazu. Dabei machte ich zur Belustigung meiner Frau und der Verkäuferin die Bemerkung, dass ich eines Tages einen grauen und einen schwarzen Stiefel anziehen würde. Sie waren belustigt, weil das doch niemand tut. Niemand zieht sich Schuhe an, die nicht zueinander passen. Niemand tut es, weil es albern wäre. Was die beiden Frauen nicht wussten ist, dass ihre Reaktion in mir etwas in Gang setzte, von dem ich mich nicht abbringen lassen würde. Ich beschloss, nicht nur Schuhe zu tragen. die nicht zusammen passten, ich würde einen ganzen Anzug zusammenstellen. Die Stiefel waren der Ausgangspunkt, von dem ich in die Welt des Modedesigns eintrat. Ich entwarf Hosen und ließ sie mit einem schwarzen und einem grauen Bein nähen. Der Schneider reagierte zunächst skeptisch auf meinen Wunsch: so einen Auftrag hatte ihm noch niemand erteilt. Ich erinnerte ihn daran, dass es für alles ein erstes Mal gibt. Ich trug dem Schneider nicht nur auf, die Hosen für meinen Anzug zu nähen, sondern bat ihn auch um eine schwarz?graue Weste. Um die Sache noch interessanter zu machen entschloss ich mich zu einer weiteren drastischen Maßnahme, nämlich die Farben zu alternieren. Zur Vollendung meines Meisterstücks ließ ich mir noch passend zum Anzug eine Seidenkrawatte anfertigen. Ich ging mit meinem tipptoppen Anzug in die Öffentlichkeit. Ich bin durch Einkaufszentren marschiert, und nahm an feinen Abendessen teil. Zuerst starren mich die Leute an, dann fangen sie an, Fragen zu stellen. Alle wollen wissen, wo ich den Anzug herhabe; jemand dachte sogar, ich hätte ihm vielleicht aus Italien mitgebracht. Alle scheinen froh zu sein, etwas Neues, etwas Einzigartiges zu sehen. Viele meinen, ich hätte vielleicht einen Trend ausgelöst. Ich sehe mich nicht als Trendsetter. Ich bin ein ganz normaler Typ, der den Mut hatte, anders zu sein. Letztendlich gebe ich den Leuten etwas, worüber sie reden können. Ich habe mich über die vielen Komplimente gefreut, aber am meisten freue ich mich darüber, dass ich meine Idee nicht aufgegeben habe, nur aus Angst davor, etwas zu tun, was vor mir noch niemand getan hatte. Es ist schade um die großartigen Schaffungen, die niemals zustande kommen, weil sie einzigartig und anders sind, und jemand benötigt wird, der es das erste Mal tun will. Ich lege zur Veranschaulichung ein paar Bilder bei. Setzen Sie sich doch mit mir in Verbindung, wenn Sie diese Geschichte diskutieren möchten: (001-905) 643-1398 (privat) oder (001-905) 662-6552 (Büro). Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Mit besten Gruß Werner Anders - ein Typ mit 'ner Idee Lesen Sie auch den Originalartikel aus dem "HAMILTON SPECTATOR" |
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